Mittwoch, 28. Januar 2009

Sightseeing

Natürlich bin ich in der letzten Woche nicht nur ausgegangen. Ich hab mir auch etwas angeschaut.

Am Sonntag haben wir den ersten sonnigen Tag seit einer gefühlten Ewigkeit genutzt und sind mit den Fløibanen (eine Art supermoderne Zahnradbahn) den Mount Fløien hinaufgefahren und hinuntergewandert (ja, gewandert)! Hier ein paar Fotos:









Außerdem haben wir uns das Sommerschloss der Königsfamilie angeschaut, das nur 40 Gehminuten von meinem Studentenheim entfernt liegt:



Fotos

Hier ein paar Bilder...

70s Party im Hulen










Feliz und Klar Bar





In Norwegen ist manchmal auch ein Reisepass nicht genug, auch bekannt als: Bergen-Nightlife

Aber nun zu den (natürlich überwiegenden) spaßigen Seiten meines Auslandssemesters.

Also über Fortgehmöglichkeiten in Bergen kann man sich echt nicht beschweren. Ein Club besser als der Andere, von den Bars gar nicht zu sprechen.
DER Fortgehtag für Studenten ist Donnerstag. Also sind ein paar Studienkollegen und ich letzten Donnerstag losgezogen um das Bergen-Nightlife zu erkunden.
Der erste Club von dem wir gehört haben: Tiger-Tiger. Also sind wir dahin. Ich zeige meinen Pass her, kein Problem. Meine italienische Studienkollegin zeigt ihren italienischen Personalausweis her, mit dem sie eingereist ist - schon ein Problem. Er ist aus Papier (vergleichbar mit unserem rosa Führerschein) und könnte ja gefälscht sein. Auch der norwegische Studentenausweis war dem Entengesicht von einem Türsteher nicht genung, also auf zur nächsten Bar.
"Klar-Bar". DIE Juristenbar in Bergen. (Bemerkung am Rande: Jus-Studenten sehen auch auf der ganzen Welt gleich aus). Diese Bar befindet sich in einer Passage vergleichbar mit der Gortana-Passage. Gleich beim Eingang muss man einen Ausweis herzeigen, weil sich darin nur Bars befinden in denen Alkohol ausgeschenkt wird. Man muss also mindestens 18 sein. Wir gehen rein, alles kein Problem. Die Stiege rauf zur Klar-Bar. Wieder Ausweiskontrolle, denn hier wird auch harter Alkohol ausgeschenkt, also muss man mindestens 20 sein. Ich denke mir OK. Wenigstens wird hier besser kontrolliert als in "Alkoholparadies-für-Minderjährige-Österreich".
Also zeig ich wieder meinen Pass her. Da erklärt mir der Türsteher, der gilt nicht, er braucht meinen Studentenausweis. Ja, genau. In die eine Bar kommt man nicht rein, weil man keinen Pass hat sondern nur einen Studentenausweis und in die andere Bar kommt man nicht rein weil man keinen Studentenausweis, sondern nur einen Pass hat.
Nachdem ich den Türsteher ungläubig angeschaut habe, und ihn gefragt habe ob das sein Ernst ist, dass er meinen Pass nicht akzeptieren will und dass das so ziemlich der höchste Ausweis ist den man besitzen kann und was er eigentlich von mir will, hat er mich durchgelassen :)
(Ich hätte e meinen Studentenausweis mitgehabt, aber das war mir echt zu blöd ;) )
Abgesehen davon war die Bar echt der Hammer! Das Gebäude ist im Hafen direkt auf das Wasser gebaut, man glaubt also, man befindet sich auf einem Schiff!
Danach ging's noch ins "Feliz". Einer der geilsten Clubs den ich je gesehen hab.

Am Samstag sind wir dann ins "Hulen" (dtsch: Höhle) gegangnen. Ein ehemaliger Atombunker mitten im Berg. Die Location der Hammer. Das Motto: 70er Jahre.
Sowas findet man bei uns nicht so oft :)

Im Großen und Ganzen kann man also sagen, dass die Norweger echt feiern können. Auch wenn sie alle um 1 Uhr Früh scho so betrunken sind, wie man bei uns zum Glück nur einzelne Exemplare um 4 Uhr findet. Und wer sich bei uns schon overdressed fühlt sollte mal in Norwegen fortgehen, da weiß man mal was "sich fürs Fortgehen stylen" heißt. Mit dem coolsten Cocktailkleid, das man so im Schrank hat, ist man hier schon guter Durchschnitt ;)

Ein Hoch auf die norwegische Bürokratie!

Ihr habt in den letzter Zeit nicht viel von mir gehört, darum gibts jetzt ein paar Geschichten, was mir in den vergangenen Tagen so passiert ist.

Zunächst mal zur Vorliebe der Norweger für's Nummern-ziehen:
Stellt euch mal vor ihr geht zur Rezeption in eurem Studentenheim. Ihr seht vier Schalter vor euch, alle sind frei. Nein, ihr könnt euch nicht einfach einen aussuchen. Denn jetzt kommt der Haken: ihr müsst eine Nummer ziehen. Ihr zieht also eine Nummer und wartet geschlagene 5 Minuten bis sich eine der Schalter-Tussis dazu bequemt auf den Knopf zu drücken, um eure Nummer aufzurufen.
Das lustige daran: das ist hier überall so. Beim Buskartenkauf, im Studentencenter, etc etc

Apropos Busse: Ich hab mir eine Monatskarte gekauft. Diese befindet sich in einem Umschlag mit dem Kassenbeleg, der anzeigt wie lange die Karte gültig ist. Das reicht aber nicht. Nein... Es wäre doch zu einfach, bei einer Kontrolle die Karte mit dem Kassenbon herzuzeigen. Man muss jedes Mal (!) wenn man in den Bus einsteigt, die Karte aus der Tasche kramen und in einen Automaten reinstecken! Und wenn man kontrolliert wird, stecken die Kontrolleure die Karte in einen anderen Automaten und kontrollieren ob man die Karte e in den Bus-Automaten gesteckt hat!

Was mich schon zu meiner nächsten story bringt. Die Aufenthaltsgenehmigung.
Die Einwanderungsbehörde war so nett an einem Tag zur Uni zu kommen, damit sich die ganzen Studenten registrieren können. Ich bin natürlich auch hingegangen, mit einem Umschlag in dem sich ALLE dafür benötigten Unterlagen befanden.
Ich komme also hin, gib der Dame den Umschlag, sie nimmt sich was sie braucht, gibt ihn mir wieder zurück. Fertig.
Dachte ich zumindest... am nächsten Tag nehme ich den Umschlag und suche mir etwas heraus. Was finde ich: 2 Passfotos die ich auch für meine Aufenthaltsgenehmigung gebraucht hätte, die die Beamten-Frau aber vergessen hat. Toll.
Also mache ich mich auf eigene Faust auf zur Ausländerbehörde um meine 2 Fotos abzugeben. Ich sag nur: wer sich schon mal bei einer Ausländerbehörde (natürlich muss man hier auch eine Nummer ziehen) angestellt hat, weiß wovon ich rede.

Ihr denkt jetzt schon, die in Norwegen sind ein bisschen kompliziert? Dann lest mal weiter...
Die Post.
Abgesehen davon, dass Postkarten schicken wunderbar funktioniert, haben sie es mit den Paketen hier eher nicht so.
Zunächst mal ist ein Paket für Ali's Geburtstag noch immer nicht angekommen (berechnete Dauer: 2-3 Tage; hab's aber schon vor 2 Wochen gesendet). Ich habe jetzt eine Suchanzeige aufgegeben. Bin gespannt ob die Post etwas findet. Naja. Glaube versetzt ja bekanntlich Berge, vielleicht findet er auch ein verschollenes Paket.
Außerdem hat mir auch Christoph ein Paket geschickt (vor 3 Wochen). Nein, das ist nicht verschollen. Das liegt beim Zoll.
Warum? Weil Schlapfen, DVDs und Eisentabletten drinnen sind. Und trotz detailierter Beschreibung auf der Zollerklärung war das ein Grund das Paket aufzumachen zu durchsuchen.
Die Geschichte dazu: 2 Wochen nachdem Christoph das Paket geschickt hab, bekomme ich endlich eine Nachricht von der Post (natürlich auf norwegisch). Voller Vorfreude gehe ich zur Post und werde bitter enttäuscht. Das Paket liegt also beim Zoll und ich muss eine Erklärung abgegen, dass ich nichts schmuggle und dass sich keine Drogen etc darin befinden und dass sie das Paket durchsuchen dürfen. Eigentlich kommt so etwas nur vor, wenn man nicht angibt, was sich in dem Paket befindet. Aber anscheinend haben sie die Eisentabletten so sehr beunruight, dass gleich ein Staatsproblem daraus gemacht wird. Aber OK. Sie machen ja auch nur ihren Job. Ich hinterlasse also Passnummer, Adresse, Name, Telefonnummer und mir wird zugesichert, dass mir das Paket, wenn nichts verbotenes drinnen ist, in den nächsten Tagen zugesendet wird.
Die Tage vergehen und es passiert nichts.
Ich mach mich also wieder auf den Weg zur Post und frage nach was mit meinem Paket ist. Da erklärt mir der freundliche Postangestelle, dass sie mich schon die ganze Zeit gesucht haben, weil die Kopie von meinem Reisepass fehlt, um das Paket endlich zu bekommen.
Ich denke mir: wie, gesucht??? Sie haben mich GESUCHT??? Haben sie an jede Tür in meinem Studentenheim geklopft?? Haben sie sich vor die Post gestellt und laut meinen Namen gerufen, in der Hoffnung ich bin in der Nähe???
Diese Überlegungen sind nicht aus der Luft gegriffen, falls ihr das jetzt denkt. Nein. Denn sie hatten ja meine ADRESSE + TELEFONNUMMER!!!! Sie hätten mich also anrufen können! Oder mir sogar eine Nachricht hinterlassen können! Und was noch einfacher gewesen wäre: Sie hätten gleich, wie ich das erste Mal dort war, meinen Pass kopieren können.
Ende der Geschichte: es gibt leider kein Ende.. wieder einmal wurde mir zugesichert, dass das Paket bald kommt. Wir werden sehen.



Und das schlimmsten an dem Ganzen: die sind hier alle immerso freundlich, dass man sich nicht einmal richtig beschweren kann ;)

Mittwoch, 21. Januar 2009

Regen - Sturm - Hagel

Ein weiterer regnerischer Tag in Bergen ist wieder fast zu Ende. Seit Tagen regnet/hagelt/stürmt es und hell wird es auch nicht wirklich. Das schlägt auf die Stimmung.
Unternehmen kann man bei dem Wetter auch nicht wirklich was und nachdem noch keine Kurse sind, muss man sich so irgendwie beschäftigen wie zB Aerobic Stunden auf norwegisch - mal was Neues ;)
Wir haben die ersten regenfreien Stunden seit letzter Woche genutzt und sind "wandern" gegangen. Eigentlich war es mehr ein Spaziergang zu nahe gelegenen "Stave Church". Hier ein paar Fotos:








Ansonsten tut sich bei mir leider nicht wirklich was, ich hoffe das Wetter wird besser und wir können bald mal die Umgebung erkunden.

Samstag, 17. Januar 2009

P.S.

Gestern war dann die Fantoft (=mein Studentenheim) Welcome Party. Witzig, wie Asiaten aus sich rausgehen, wenn sie sich nicht in ihrem eigenen Kulturkreis bewegen ;)

Sonst gibt’s eigentlich nichts Neues.

Hier noch ein paar Bilder von der Party bzw von Bergen:







Oslo

Wie gesagt, habe ich ja zur Zeit nicht wirklich etwas zu tun. Da es nicht nur mir so geht haben Isabel (D), Jackie (USA), Noreen (Ö), Rosan (NL) und ich uns am Dienstag um 10h auf den Weg nach Oslo gemacht.

Und das natürlich mit dem Zug. Soll ja eine der Top 10 Zugstrecken der Welt sein.

Hier ein paar Fotos vom Zug aus Bergen -> Olso:












Nach 7 Stunden Zugfahrt sind wir endlich in unserer Luxusjugendherberge angekommen ;)


Da Zugfahren anstrengend ist, haben wir uns an diesem Abend nur noch auf Futtersuche begeben ;)

Frisch ausgeruht haben wir dann am Mittwoch Oslo unsicher gemacht und uns die Oper, das Königsschloss (der König war sogar da) und die Festung angeschaut.





Am nächsten Tag waren wir dann nicht mehr so ausgeruht (weil wir am Vorabend fort waren), also sind wir erst mal ins Museum gegangen. Eigentlich wollten wir danach auf die Skisprungschanze, aber aufgrund des eisigen Wetters sind leider keine Züge auf den Berg gefahren. Alternativ sind wir dann in den Vigeland Park gegangen, eine der bekanntesten Attraktionen in Oslo. Danach war natürlich (zum Aufwärmen) shoppen angesagt ;)

Am Abend sind wir dann mit dem Nachtzug nach Bergen zurückgefahren und nach einer anstrengenden Nacht um 7h endlich in Bergen angekommen.



Friedhof der Regenschirme

Leider war ich in letzter Zeit ein bisschen nachlässig mit meinen Blog-Einträgen, aber dafür gibt’s heute umso mehr News ;)

Zunächst mal zum letzten Wochenende. Am Freitag haben wirs natürlich wieder einmal nicht in die Stadt geschafft, sonder sind bei der Kitchen-Party hängen geblieben.

Hier ein paar Eindrücke:



Dafür haben wir uns am Samstag ganz mutig bei Regensturm (ja, Regensturm) aufgemacht um das Bergen-Nightlife zu erkunden.

Es hat geschüttet wie sonst was und gestürmt als gäbe es kein Morgen mehr. Die, die einen Regenschirm mithatten, haben jetzt keinen mehr. Daher: Friedhof der Regenschirme. An jeder Ecke in der Stadt ist ein kaputter Regenschirm gelegen. Hab ich so auch noch nicht erlebt ;) Jedenfalls sind wir in das nächste Café gerannt um uns aufzuwärmen. Um 23h hat sich das Café dann überraschender Weise in eine Disco verwandelt. Für uns war das jedoch kein Thema mehr, weil wir ja total nass waren.

Mehr zum Bergen-Nightlife gibt’s dann nächste Woche. Donnerstags ist immer freier Eintritt im „Tiger-Tiger“ ;)